Digitalisierung fördern lassen mit go-digital

Das Förderungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

12. November 2020

go-digital: Neue Wege einschlagen

Digitalisierung ist schon längst keine Option mehr. Unternehmen, die es jetzt nicht schaffen ihre Prozesse digital zu optimieren, werden es in Zukunft immer schwerer haben wettbewerbsfähig zu bleiben. Dazu gehört auch die Etablierung von Online-Marketing-Maßnahmen, die nachhaltig für neue Kunden sorgen. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Handwerksbetriebe stellt die Digitalisierung immer noch eine große Hürde dar. Dabei würden sie das Thema gerne angehen, schaffen es aber einfach nicht, weil die Zeit fehlt, das Budget knapp oder schlichtweg das Know-How nicht vorhanden ist. Zur Unterstützung hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Förderprogramm go-digital ins Leben gerufen. Hier bekommen Unternehmer neben dem Förderbudget einen vom BMWi autorisierten Ansprechpartner an die Hand, der notwendige und passende Maßnahmen in die Wege leitet.

 

Drei Bereiche zur Auswahl

Beratungsleistungen zur Etablierung von technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen etwa im Online-Handel oder im Rahmen der Digitalisierung des Geschäftsalltags – das steht im Vordergrund des Programms. Hierfür gibt das BMWi den KMU Beratungsunternehmen an die Hand, die die Gesamtverantwortung im betroffenen Projekt übernehmen. Sie stellen den zugehörigen Antrag und übernehmen die gesamte Verwaltung, der bürokratische Aufwand für die Unternehmen bleibt gering. go-digital umfasst drei Module: Digitalisierte Geschäftsprozesse, Digitale Markterschließung und IT-Sicherheit.

  1. Digitalisierte Geschäftsprozesse: Etablierung von E-Business-Softwarelösungen für Gesamt- und Teilprozesse, zum Beispiel Versand- und Retourenmanagement oder Anbindung elektronischer Zahlungsverfahren zur durchgängigen Digitalisierung der Arbeitsabläufe.
  2. Digitale Markterschließung: Die Online-Marketing-Strategie beziehungsweise ihre unternehmensspezifische Herausarbeitung steht im Fokus. Heute ist der Aufbau einer professionellen und rechtssicheren Website – in Kombination mit Web-Shop, Social-Media-Tools und Content-Marketing – elementar für den Erfolg. Das Ziel dieses Moduls lautet deswegen: die Beratung zu den facettenreichen Möglichkeiten des Online-Marketings inklusive Umsetzung der empfohlenen Leistungen.
  3. IT-Sicherheit: Risiko- und Sicherheitsanalysen sowie die Initiierung und Optimierung von IT-Sicherheitsmaßnahmen, um wirtschaftliche Schäden zu vermeiden und Risiken durch Cyberkriminalität zu minimieren.

Bei Bedarf können diese drei Module miteinander kombiniert werden.

 

Zwei Schritte im Projekt

Wer sich für eine Beratung entscheidet, erhält eine Förderung mit einem Satz von bis zu 50 Prozent in einem Hauptmodul. Das wählt er aus den drei Bausteinen und hat die Möglichkeit, es mit den anderen – dann Nebenmodulen – zu verbinden beziehungsweise zu ergänzen. Geförderte Unternehmen zahlen dann nur noch einen Eigenanteil an das Beratungsunternehmen. Innerhalb der Projektphase finden zwei Schritte zur Realisierung statt: zunächst die Potenzialanalyse und Erstellung eines groben Realisierungskonzepts, anschließend die Konkretisierung und Umsetzung des Konzepts. Auch der Betrieb des Konzepts kann in den ersten Monaten gefördert werden, bis es sich selbst trägt.

 

Ein Fallbeispiel aus DIMARCON-Kreisen: Erschließung digitaler Vertriebskanäle

Der Kunde: spezialisiert auf Valorentransport sowie Versendung von Schmuck und Luxusuhren.

Das Problem: Aus finanziellen und Know how-Gründen geht das Unternehmen heute noch keine digitalen Wege zur Gewinnung von Neukunden. Es nutzt nur den Kanal Telefon, verzichtet allerdings auf den Einsatz eines Systems zur Erfolgsmessung. Außerdem fehlt ein CRM-System zur zentralen und digitalen Erfassung von Kundendaten.

Die Zielsetzung: Digitale Vertriebskanäle sollen erschlossen werden, um eine Alternative für den Vertrieb zu schaffen. Zudem steht die Steigerung des Versandvolumens für hochwertige Versandstücke im Fokus. Hinzu kommt die Planung der Verstetigung von Vertriebsaktivitäten sowie der Generierung von zukünftigem Potenzial.

Die Projektphasen: 

  1. Potenziale beleuchten

– Untersuchung der bisherigen Strategie zur Markterschließung sowie Analyse und Aufarbeitung des genutzten Kanals Telefon.

– Betrachtung der Kundenstruktur inklusive der Marktpotenziale in den Zielbranchen.

– Im Anschluss an die Bestandsaufnahme findet die Ausarbeitung der Stärken und Schwächen der bisherigen Strategie statt.

– Ableitung der Maßnahmen für die Umsetzung.

 

  1. Maßnahmen umsetzen und Ergebnisse kontrollieren

– Die Umsetzungsphase umfasst insgesamt 14 Beratertage.

– Mehrere Systeme zur Marketing-Automation werden vorgestellt – nach enger Absprache wählt der Kunde eines aus.

– Installation der selektierten Software-Plattform sowie aller notwendigen Basisfunktionen bestehend aus Datenbank, Web-Controlling, Kommunikation, Workflows und CRM-Synchronisation.

– Ausarbeitung einer Kampagnenstrategie, Aufsetzung der korrespondierenden Inhalte auf Basis eines zuvor abgesprochenen Redaktionsplans und Etablierung des entsprechenden Workflows im System.

– Begleitung bei der Umsetzung und Unterstützung bei manuellen Aufgaben in Verbindung mit dem automatisierten Workflow.

Der Ausblick: Durch die Anwendung von Marketing Automation sollen zukünftige Vertriebsvorhaben effizient geplant und umgesetzt werden können. Die eingeführten Systeme nach Projektabschluss sorgen dafür, dass das Unternehmen den Erfolg der einzelnen Marketingmaßnahmen messen kann. Weitere Kanäle – abgesehen vom Telefon – sollen die Markenbekanntheit steigern. Das Aufsetzen eines Multi-Channel-Vertriebs steigert den Distributionsgrad. Damit kann sich das Unternehmen zukünftig noch stärker als Qualitätsführer positionieren und mehr Aufträge in den Zielbranchen generieren.

 

Banner go digital mit DIMARCON

Beitragsbild Quelle: ©Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

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