Verein „Unternehmer machen Schule“

Bringt Lust auf Selbständigkeit in die Schulen!

4. Januar 2021

Die Fridays-for-Future Generation zieht es in den Staatsdienst. Dass junge Menschen lieber verwalten als erschaffen wollen, treibt die Mitglieder des Vereins „Unternehmer machen Schule“ e.V. um. Gemeinsam mit den Bildungseinrichtungen machen sie Schüler*innen nun Lust auf Unternehmertum.

Was ist das? Junge Menschen wollen nicht mehr erfinden, wollen nicht mehr forschen, gründen, erschaffen? Wohin ist die Abenteuerlust? Dabei waren die Zeiten für die freie Entfaltung auf dem Arbeitsmarkt selten so günstig wie heute. Zeit- und ortsungebunden in flexiblen Teams und Strukturen lässt sich kreativ schalten und walten. Start-ups entstehen, wachsen, scheitern, lernen aus Fehlern und werden besser. Doch Schulabgänger wollen sich offenbar lieber verwalten lassen. Deshalb zieht es sie in den öffentlichen Dienst. Den Beweis dafür liefert das jährliche Trendence-Schülerbarometer, das seit Jahren die gleichen Zahlen hervorbringt. In den öffentlichen Sektor zog des der Umfrage 2019 zufolge 30 Prozent der Mädchen und 23 Prozent der Jungs. Top-Wunscharbeitgeber der Schüler ist die Polizei (17%), auf Platz drei steht die Bundeswehr (12,2%) und auch das Rote Kreuz (6,1%) befindet sich unter den beliebtesten zehn Arbeitgebern. Dazwischen behaupten die Autobauer das Feld. Damit setzen die Jugendlichen immer noch verstärkt auf traditionelle oder aussterbende Berufe – eine Karriere in der Digitalwirtschaft erscheint dagegen wenig erstrebenswert.

Lieber verwalten als selbst schalten?

„Was ist da los, warum machen die Schulen nicht mehr Lust auf Unternehmertum? Warum streben die jungen Menschen nicht mehr danach, eigenständig über Zukunft und Einkünfte zu bestimmen?“, fragt Daniel Rexhausen, selbst Vater von zwei schulpflichtigen Töchtern. Dabei sei Unternehmertum doch richtig cool, findet er. Eine Erfahrung die er übrigens selbst schon in ganz jungen Jahren mit der Gründung seiner ersten Firma machen konnte. Gerade deshalb mochte er die sich Jahr für Jahr wiederholenden Studienergebnisse nicht stehen lassen: „Das müssen wir ändern“. Auch ein Snapchat-Kind kann seine Zukunft selbst anpacken. Schließlich sind auch Youtuber nichts anderes als Unternehmer. Die Stars unter ihnen brauchen Klicks, um erfolgreich zu sein und Geld verdienen zu können.

Unternehmen machen fit für die Zukunft

Um den Gründergeist dahin zu tragen, wo Weichen fürs Leben gestellt werden, hat Rexhausen nun mit anderen ambitionierten Unternehmern den Verein „Unternehmer machen Schule“ gegründet. Vereinsziel ist, in den Schulen eine Kultur zu fördern, die Lust auf Unternehmertum zu macht – junge Menschen aus der selbstgemachten Sicherheitszone zu holen, sie zu aktivieren. Lokal ansässige Firmen übernehmen dabei Patenschaften mit Schulklassen an ortsansässigen Schulen einzugehen. Im Rahmen von etwa Projektwochen geben die Profis aus der Wirtschaft dem potentiellen Nachwuchs ihr Praxiswissen in Sachen Entrepreneurship weiter. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Das kann über Planspiele, Unternehmenssimulation und sogar langfristige Mentorships geschehen, verzahnt mit Vorträgen, Interviews mit erfolgreichen Unternehmern und Best-Practice-Beispielen. Spielerisch erkunden dabei die jungen Teilnehmer ihre unternehmerischen Potentiale. Zu ihnen gehören Kreativität, Innovationsfähigkeit und Risikofreude genauso wie strategisches Denken, Netzwerken und projektbezogenes Arbeiten. Ganz nebenbei bereichern die Patenschaften also die Lernkultur an den Schulen und stärken das Selbstvertrauen junger Menschen.

Win-win für Unternehmen und Schulen

Dem Vereinsziel entgegen kommt, dass das Hessische Kultusministerium Schulen dazu anhält, Kontakt mit der freien Wirtschaft zu suchen. Alle Unternehmen, die Patenschaften übernehmen oder das Anliegen des Vereins ideell unterstützen wollen, können für einen geringen Jahresbeitrag Vereinsmitglied werden. Junge Menschen für wirtschaftliches Handeln zu begeistern, bringt Vorteile auf vielen Ebenen. Die Verzahnung zwischen Unternehmen und jungen Talenten kommt früh in Schwung, die regionale Innovationsfähigkeit wird gefördert und das Unternehmertum als Wirtschaftsfaktor langfristig gestärkt.

Sämtliche projektbegleitende Pressearbeit übernimmt übrigens der Verein, die Kosten dafür sind durch die Mitgliedsbeiträge gedeckelt. Dass sich die Schulpatenschaft positiv auf die öffentliche Wahrnehmung und damit das Unternehmensimage auswirken wird, ist ein feiner, nicht zu unterschätzender Nebeneffekt der Vereinsmitgliedschaft. „Ich wünsche mir, dass Unternehmer sich ein Herz fassen und ihre Praxis in die Schulen tragen. Die Jugend muss das Gründen wollen wieder als sinnvolle Aufgabe begreifen, sonst schläft die deutschen Unternehmenslandschaft über kurz oder lang ein“, so Rexhausen.

Sie haben Interesse Teil des Vereins zu werden? Besuchen Sie uns gerne auf unserer unternehmer-machen-schule.de oder sprechen Sie uns an.

Beitragsbild Quelle: ©iStockphoto.com/monkeybusinessimages

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